Postprocessing

Ergebnisauswertung in Simufact Welding

Die zentrale Stellung bei der Ergebnisauswertung nimmt die dreidimensionale Visualisierung der Ergebnisfelder (Temperaturen, Spannungen, Verzüge usw.) ein.

Dreidimensionale Darstellung der Verzüge nach dem Schweißen
Dreidimensionale Darstellung der Verzüge nach dem Schweißen

In dieser Darstellung ist es möglich, auf der Modelloberfläche verschiedene Punkte auszuwählen und an diesen Positionen die Ergebniswerte zu extrahieren. Es können auch Schnittflächen erzeugt werden, auf denen man die Ergebniswerte im Inneren des Körpers sieht. Bei der Farblegende sind Zahlenbereich, Farben und Darstellung einstellbar, sie kann für thermische Ergebnisse genauso wie für Verzüge, Spannungen, Dehnungen, Festigkeit und Materialzustand verwendet werden. Der Zahlenbereich lässt sich automatisch den Ergebniswerten aller sichtbaren Komponenten oder nur der Komponenten ohne Schweißnähte anpassen. Die Positionen der minimalen und maximalen Ergebniswerte sind für jedes Inkrement darstellbar. Auch die Position der Wärmequelle oder, beim Widerstandsschweißen, der Elektroden kann für jedes Inkrement angezeigt werden.

Es sind benutzerdefinierte Ergebnisgrößen möglich, die mit arithmetischen, trigonometrischen oder logischen Funktionen aus allen bestehenden Ergebnisgrößen erzeugt werden können.

Simufact Welding bietet auch einen Schweißmonitor, der über die gesamte Länge der Schweißnaht das Temperaturfeld als 2D-Schnitt sichtbar macht. So können die Schmelzbadgeometrie und die Wärmeeinflusszone beurteilt werden, was beispielsweise zum Kalibrieren der Wärmequelle anhand von Schliffbildern nützlich ist.

Schmelzbad und Wärmeeinflusszone einer Schweißverbindung im Schweißmonitor
Schmelzbad und Wärmeeinflusszone einer Schweißverbindung im Schweißmonitor

Alle Arten der Visualisierung können mit dem integrierten Screenshot-Tool exportiert werden.

Es ist auch möglich, in einem Projekt die Ergebnisse mehrerer Prozessvarianten nebeneinander darzustellen, etwa wenn der Anwender die Ergebnisse für verschiedene Prozesseinstellungen wie z.B. Schweißfolgen vergleichen will. Die angezeigten Ergebniswerte, Orientierung der Ansicht, Schnittebenen und Zeitschritte können zwischen den Ergebnisansichten der Prozessvarianten synchronisiert werden.

Einfluss der Schweißfolge und Schweißanordnung auf den Verzug, links: Ausgangsprozess, Mitte: umgekehrte Schweißfolge, rechts: geänderte Anordnung
Einfluss der Schweißfolge und Schweißanordnung auf den Verzug, links: Ausgangsprozess, Mitte: umgekehrte Schweißfolge, rechts: geänderte Anordnung

Außerdem können die Ergebnisse über der Zeit als Videos dargestellt und exportiert werden, mit Variationsmöglichkeiten für die Videolänge, Auflösung sowie den verwendeten Codec.

Die Ergebniswerte lassen sich in ein anderes Koordinatensystem umwandeln, um sie beispielsweise der Positionierung auf dem Messtisch anzupassen oder um Verzüge aus der Ebene heraus zu bestimmen. Auch zylindrische Koordinatensysteme werden unterstützt, diese sind nützlich, um die Rundung der fertigen Schweißgruppe oder axiale, radiale und tangentiale Werte für rotationssymmetrische Werkstücke (z.B. Wellen) zu betrachten.

Neben der dreidimensionalen Visualisierung ist es auch möglich, Ergebnisse als XY-Diagramme über der Zeit auszugeben.

Vor oder nach der Simulation kann der Anwender verschiedene Sets von interessanten Punkten im Modell definieren, genannt Partikel. Die Ergebniswerte in den Partikeln können dann als Diagramme dargestellt und im CSV-Format exportiert werden, zur Weiterverwendung in Drittanbieter-Software.

Exportierbare XY-Diagramme für Verzüge über der Zeit
Exportierbare XY-Diagramme für Verzüge über der Zeit

In ähnlicher Weise lassen sich Kräftverläufe und Verschiebungen in Spannwerkzeugen als Time-History-Plots (THS) abbilden. Dies sind wichtige Informationen, um Spannvorrichtungen zu optimieren.

Alle Ergebniswerte einschließlich der Netze für die Werkstücke können als UNV (Universal File Format) exportiert und für nachfolgende Prozessschritte in Drittanbieter-Software importiert werden, die das Format unterstützt.

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Markus Merten

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