Charakterisierung Pressschweißen

Ein typischer, der Kaltverformung nachgelagerter Fertigungsschritt ist der Pressschweißprozess, über den zwei Bauteile miteinander verbunden werden. Beim Widerstandspressschweißen werden bei einem der Bauteile eine oder mehrere Erhöhungen (Schweißbuckel) eingebracht. Die Geometrie des Buckels definiert exakt den Bereich des Stromüberganges, so dass nur die Buckel auf dem zu verschweißenden Bauteil aufliegen. Im Anschluss werden durch Ausübung von mechanischem Druck die Teile miteinander verbunden.

Pressschweißen steht für eine Gruppe von Verfahren, bei denen Teile durch Wärme und Druck verbunden werden. Die Wärme kann dabei entweder durch elektrischen Strom (beim Widerstandsschweißen) oder durch Reibung (beim Reibschweißen / Reibpunktschweißen) erzeugt werden.

Folgende Pressschweißverfahren können mit den Simufact-Produkten simuliert werden:

  • Widerstandsschweißen
  • Reibschweißen
    • Rotationsreibschweißen
    • Linearreibschweißen
  • Reibpunktschweißen

Die Simulation von Pressschweißverfahren kann dem Kaltumformer wertvolle Hinweise für die optimale Ausprägung der Schweißbuckel an den Werkstücken liefern, um so den Anforderungen des Pressschweißverfahrens zu entsprechen.

App Kondensatorentladungsschweißen, eine besondere Variante des Buckelschweißens
Kondensatorentladungsschweißen, eine besondere Variante des Buckelschweißens (Quelle: GLAMAtronic)
Die Abbildung zeigt zwei durch Reibschweißen gefügte Wellen.

Typische Produkte und Zielbranchen

Typische Industrien

App. Rohkarosserie (Quelle: Fotolia)
Rohkarosserie (Quelle: Fotolia)
  • Automobilindustrie (Karosserie, Motorhaube, Dach) und Fahrzeugbau allgemein
  • Luft- und Raumfahrt
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Energieindustrie, erneuerbare Energien
  • Haushaltsgeräteindustrie

Typische Herausforderungen

Schliffbild (Quelle: GLAMAtronic Schweiß- und Anlagentechnik GmbH)
Schliffbild (Quelle: GLAMAtronic Schweiß- und Anlagentechnik GmbH)
  • Bestimmung der besten Prozessparameter für eine gegebene Material-Dicken-Kombination bestimmen
  • Finden eines geeigneten Prozessfensters
  • Verstehen des Werkstoffflusses
  • Vorhersage des Einflusses der Phasenumwandlung auf die Materialeigenschaften
  • Festigkeit der Verbindung gegenüber statischer und dynamischer Belastung
  • Einfluss von...
    • falscher Positionierung der Werkzeuge/Elektroden auf die Verbindung
    • verschiedenen Beschichtungen
    • Kurzschlusseffekt bei mehreren Schweißpunkten
  • Entwicklung neuer Verbindungstechnologien

Unsere Softwarelösung für das Pressschweißen

Das Modul Pressschweißen in Simufact Forming

Das Modul Simufact Forming Pressschweißen ist speziell auf die Prozesssimulation von Pressschweißverfahren zugeschnitten. Es kann eine Vielzahl von Prozessen berechnet werden, u. a. Widerstands(punkt)schweißen, Reibschweißen und Reibpunktschweißen. Auch Besonderheiten wie der Kurzschlusseffekt, Mehr-Punkt-Betrachtung oder der Einfluss von Beschichtungen können berücksichtigt werden.

Machen Sie sich Simufact Forming für Ihre Pressschweißprozesse zunutze

Ihre Fügetechnik-Experten können mit Simufact Forming robuste, leistungsfähige Simulationen durchführen, mit Testergebnissen abgleichen und Varianten ausprobieren. Dadurch können Sie:

  • Die charakteristischen Verbindungseigenschaften (z. B. Schweißlinsengröße) abhängig von verschiedenen Prozessparametern vorhersagen
  • Beurteilen, wie groß der Einfluss von Abweichungen in Materialdicke, Materialeigenschaften und Prozessparametern auf die Prozessstabilität ist
  • Deutlich Kosten einsparen
    • Weniger physikalische Versuche
    • Weniger Schliffbilder und Messungen von Fügeparametern
    • Weniger Ressourcen (Zeit, Personal, Maschinen) für Versuche und Auswertungen
  • Erheblich mehr Prozess-Knowhow gewinnen
    • Das Materialverhalten beim Schweißen bestimmen
    • Stabilität der Verbindungen und des ganzen Prozesses erhöhen

Für eine funktionale Betrachtung von Simufact Forming Pressschweißen, lesen Sie hierzu unsere Produktbeschreibung:

Simufact Forming Pressschweißen